Wenn ich mich so zurück erinnere an die Zeit, als meine Kinder so ca. 1 und 3 Jahre alt waren, ist mir vor allem eines in Erinnerung geblieben…

… Das war die Zeit, in der ich oft das Gefühl hatte alleine ohne ein Kind „am Rockzipfel“ gar nicht mehr zu existieren.

An einen Morgen kann ich mich besonders gut erinnern…. Ich bin extra etwas früher aufgestanden, um eine paar ruhige Minuten für mich alleine zu haben. Ich steige gerade unter die Dusche, da höre ich schon lautstark: „Mama, Mama, wo ist die Mama hin?“ Schon stehen Mark und Lea da und schauen mich mit großen Augen an. Also schnell geduscht und angezogen, immer unter Beobachtung von vier erwartungsvollen Augen. „Jetzt gehe ich noch schnell aufs Klo!“, traue ich mich zu sagen. „Lea mit!“, kommt es sogleich. Also … alle gemeinsam Marsch auf die Toilette. Und genau so geht es den restlichen Morgen weiter, bis ich beide Kinder im Auto habe, da wir zu unserer Mutter-Kind-Gruppe wollen.

Und da geschieht dann „das Wunder des Tages“. Die anderen Kinder und die vorbereiteten Spielestationen sind so anziehend und interessant, dass ich wieder durchatmen kann. Ich komme zur Ruhe, unterhalte mich mit anderen Müttern, denen es ähnlich geht, kann mich auch wieder als Frau, nicht ausschließlich als Mutter fühlen und mit Liebe meine Kinder beim gemeinsamen Spielen beobachten.

Diese Tage waren die Lichtblicke und Kraftgeber in einer sehr intensiven, anstrengenden aber auch immer wieder wunderschönen Zeit mit zwei Kleinkindern.